Sehnsucht / Abendmond

Ich schick dir

meinen Abendmond

damit sich auch

das Porto lohnt

hab´ ich ihn recht klein

gedrückt

und das Päckchen noch bestückt

mit einem winzig´ Stück Papier

denn Worte wollen mit zu dir

 

Es ist leichter sie zu schicken

denn sie werden nicht verstricken

sich in wirrem Herzensfrust

und stecken fest in Sinnenlust

Weder werden sie sich fragen

ob denn auch nach trüben Tagen

mit ´ner dicken Wolkenschicht

und ohne jedes Mondeslicht

das Päckchen dich erreichen wird

noch sind sie davon dann verwirrt

dass sie leichter sind zu schreiben

und genießen es zu treiben

im Glanz von diesem Abendmond

und wissen, dass der Weg sich lohnt

überwinden sie doch stets und immer

in seinem gleißend-hellen Schimmer

Kontinente, Grenzerzäune

bringen wohlig warme Träume

 

Es erklärt der Abendmond

dass er gänzlich unbewohnt

gern die Reise unternimmt

und er sei gut eingestimmt

Die Worte kuscheln an ihn ran

und treten ihren Weg jetzt an

 

Es eilt zu dir

mein Abendmond

der nochmals sein Licht betont

Ich schick ihn zügig hinterher

denn er sehnt sich gar so sehr

dir zu scheinen, dich zu sehen

Er will vor deinem Fenster stehen

und beglänzen deine Haut

trotz der Ferne er vertraut

dich zu finden, zu erreichen

dir meine Worte anzureichen.

 

Spargelzeit

 

Spargel - auf der Speisekarte

Lieber Gast
es ist soweit
wir laden ein
zur Spargelzeit

In jeder Form ein Hochgenuß
ist er beinah schon ein "Muß"

Edel, lecker, rank und schlank
früh geerntet - noch von Hand
in grün und weiß - auch noch gesund
macht er schönes Essen "rund"

Zu Beginn der Speisefolge
macht er sich als Suppe gut
durch feine Klößchen abgerundet
serviert mit einem Sahnehut

Wer´s klassich mag
nimmt Spargel "pur"
mit Butter und Kartoffeln nur

Filet, Schinken oder Schnitzel
steigern noch den Gaumenkitzel
Hollandaise noch obenauf
da kommt richtig Freude auf

Auch Spargel kalt mit Vinaigrette
auf Blattsalat als grünem Bett...

Hier wollen wir den Text verlassen
Sie nun in Ruhe wählen lassen!
 

Liebesgedicht

Nähe

Ich fühl´ mich dir verbunden
trotz der Entfernung, die uns trennt.
Dein Bild steht mir vor Augen,
doch dein Gesicht wird mir schon fremd.

 

Unser Arbeits-"Stil" 

Auch außerhalb

der Weihnachtszeit

befasst man sich

oft lang und breit

mit einer Frage

immer wieder:

Was schenkt man dem

der alles hat?

Vom Grübeln ist

der Kopf schon matt

 

Um Geld alleine

geht es nicht

denn die Idee

fällt ins Gewicht

Nicht zu protzig

nicht zu klein

und persönlich

soll es sein

 

Auf jeden Fall

an jeden Ort

passt immer gut

ein nettes Wort

Und soll es

was Besond´res sein

dann eignet sich

sehr gut ein Reim

 

Mancher kriegt

das selbst gut hin

doch manchmal fehlt

auch Zeit und Sinn

Hier schlagen wir

als Lösung vor:

Wir leihen Ihnen

unser Ohr!

 

Sie erzählen

aus Ihrer Sicht

was von Bedeutung

und Gewicht

den Anlass gibt

zur frohen Stunde

und dem Festtag

liegt zugrunde

 

Nach und nach

wird die Geschichte

schön gestaltet

zum Gedichte

 

Trauer

 

Traurigkeit zulassen

Erinnerung bewahren

allmählich loslassen

ohne je zu vergessen

 

 

Unsere Liebe

wächst

nach innen

wenn sie

uns verläßt